Information, Konstruktion, Irritation! oder Geschichten aus dem Odenwald –
von und mit Prof. Dr. Dr. Gregor Lichtenberg, Kulturanthropologe

Hasen-Hintergründe aufgedeckt: Joseph Beuys
Wie kam es bei seiner ersten Einzelausstellung zu der Performance mit dem toten Hasen, dem er die Bilder erklärte? Was geschah in der Nacht davor am 25. November 1965? Und in welchem Zusammenhang damit steht die Bande „Der schwarze Panther?“ Veröffentlichung: Freitag, 7. August 2026 auf diesem Kanal!

Das Geheimnis hinter der Dose: Andy Warhol
Wie entstand seine Ikone der Pop Art? Warum nahm er eine alt Dose als Vorlage? Wirklich alles nur Zufall? Und welche Rolle spielte dabei die Swetlana aus Wagenschwend? Mehr darüber ab Montag, den 10. August 2026!

Kuhschmuh: Jackson Pollock
Wie kam er weg von seiner figurativen Abstraktion hin zum Automatismus seiner revolutionären Dripping-Technik dem Action Painting? Was suchte er in Heidelberg? Und was hat das mit den Kühen vom Odenwald zu tun? Mehr ab Freitag, den 14. August 2026!

Enthüllt: Christo
Hatte er schon als Kind diesen Zwang zu Verhüllungen? Hätten bessere Deutschkenntnisse seine Karriere gar verhindert? Und welche Rolle spielte seine Frau Jeanne Claude bei der Wahl der Farbe rosa? Mehr darüber ab Montag, den 17. August 2026!

Odenwi, Odenwo, Odenwälder: The Beatles
Wo traf Erna, die Tochter von Swetlana die Beatles in Hamburg? Gab es wirklich zwei Texte zu dem Song „Imagine“ von John Lennon? Und wurde „Ob-La-Di, Ob-La-Da nur aus Gründen der GEMA niemals live gespielt? Mehr darüber ab Freitag, den 21. August 2026!

Laudatio von Prof. Dr. Clemens Pornschlegel
Im Spätherbst des vergangenen Jahres war einer der international renommiertesten Vertreter der Art-, Culture-, Ethno-Pop- und Nature-Writing-Studies, Prof. Dr. Gregor Lichtenberg (Heidelberg, Yale), zu Gast im MuWa. Die großzügige Spende eines anonymen Sponsors hatte es ermöglicht, Prof. Lichtenberg als „Scientist In Residence“ an das MuWa einzuladen.
Der Aufenthalt in Wagenschwend schloss – was zunächst rein zufällig zu sein schien – unmittelbar an Lichtenbergs Forschungsaufenthalt am MoMA (NYC) an. „Vom MoMA ans MuWa, das war“, so Prof., Lichtenberg im Rückblick, „kein Zufall. MuWa bedeutete eine logisch-historische Steigerung, ja mehr noch: es war die Erfüllung dessen, was sich in New York angekündigt hatte.“ Entscheidende Fragen der Kunst- und Kulturgeschichte, der Pop- und der Land-Art, die sich im MoMA dunkel gestellt hatten, fanden im MuWa ihre helle Antwort.
Lichtenbergs Einladung ans MuWa als „Scientist in Residence“ erfolgte im Rahmen des (vom anonymen Sponsor) ins Leben gerufenen „Odenwald-Science Slam (Bam! Bam!)®“. Ziel des innovativen Slam ist es, die Visibility, Serendipity sowie Excellenz der Kurpfälzisch-Leiningenschen Wissenschaften (in der Tradition der artes liberales) nachhaltig zu fördern, gerade auch im weltweiten Vergleich.
Das MuWa und der hohe Odenwald – nomen est omen – brauchen ihn in der Tat nicht zu scheuen. Die Traditionslinien reichen hier vom rebellischen Hans Böhm und dem romantischen Friedrich Creuzer über Edelfedern wie Irma von Drygalski und Antonia Baum bis hin zum sogenannten Blumenpeter, dem Begründer der Kynischen Moderne.
Während seines Forschungsaufenthalts am MuWa unternahm Prof. Dr. Dr. Lichtenberg zahlreiche Exkursionen in die – in Anlehnung an Aischylos‘ „Sieben gegen Theben“ als die „Glorreichen Sieben“ bekannten – Teilgemeinden der Gemeindes Limbach. Der Erfolg und das Forscherglück stellten sich schnell ein. Bereits am MoMa in Erwägung gezogene Hypothesen (zur Genese der Pop- und Performance-Art, aber auch des action painting) konnten in Wagenschwend, Balsbach und Limbach überprüft und zweifelsfrei geklärt werden.
Die Resultate sind bahnbrechend. Große Teile der Nachkriegs-Kultur-Geschichte der Bundesrepublik, der transatlantischen Beziehungen und Popmusik sind neu zu schreiben und vom Kopf endlich auf feste, mitunter breite Odenwälder Füße zu stellen.
Die Besucherinnen und Besucher des MuWa-Kanals sind eingeladen, unvoreingenommen und vorurteilsfrei in die wissenschaftlich neu gedeuteten, philosophisch durchaus herausfordernden Landschaften der bildenden Künste und Neuen Musik einzutauchen. Der „Odenwald-Science Slam (Bam! Bam!)“® am MuWa versteht sich als Plattform wissenschaftlicher Neugier, gelebter Vielfalt, gewitzter Logik und freundlicher Erkenntnisoffenheit.
Prof. Dr. Clemens Pornschlegen