Internationaler Museumstag 2026 – wir begleiteten ihn (zum fünften mal!) digital und live aus dem Museum Wagenschwend, dem MuWa. Im Mittelpunkt standen in diesem Jahr historische Odenwälder Meilensteine, festgehalten auf einem großen Wandbild im Museum Wagenschwend und von dem Heidelberger Maler Thomas Ziebarth meisterlich in Szene gesetzt. Hier finden Sie die Mitschnitte des Livestreams, Bilder und Geschichten aus 65 Millionen Jahren Odenwälder Historie in acht Akten: Sehen Sie selbst!

Das Museum ist mal voller und mal leerer, aber immer voller Lehrer … Kein Wunder, denn zahlreiche Heimatforscher waren (und sind) engagierte Pädagogen. Honi soit qui mal y pense, ein Schelm, wer Böses dabei denkt – und so machte den Anfang unser werkseigener Museumschor HuMOR und das famose Moderations-Duo Lara Brauch und Friederike Kroitzsch.

Unser erster Gast ist danach Dr. Jörg Scheuerbrandt, provinzialrömischer Archäologe, Museumsleiter des Römermuseums Osterburken und als Museumsbeauftragter für den Neckar-Odenwald-Kreis unterwegs. Danach folgt eine Übersicht von Museumsdirektor Gerhard Schäfer über das Jubiläumsjahr „700 Jahre Wagenschwend“ und im Anschluss klärt uns der legendäre Kay Vonderlage über „die Seele des Odenwälders“ auf und stiess dabei auf ettliche „Odenwälder Absonderlichkeiten“. Doch zunächst Dr. Jörg Scheuerbrandt über Ahnen, Alamannen, Aufstieg und Absturz der Römer, Geschichte gleich um die Ecke …

Dr. Jörg Scheuerbrandt über Ahnen, Alamannen, Aufstieg und Absturz der Römer

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Unser nächster Gast beim Livestream steht gleich bereit: Markus Wieland, Geschichtslehrer am Mosbacher Nikolaus-Kistner-Gymnasium. So eine Art Geschichtslexikon auf zwei Beinen. Wieland weiß alles. Fragen Sie ihn irgendwas aus der Vergangenheit des Odenwaldes und der angrenzenden Regionen: Wieland kennt die Antwort und hat noch etliche Anekdoten dazu zu erzählen. Auf unserem Odenwälder Zeitstrahl hat er sich unter anderem Karl den Großen vorgenommen.

Markus Wieland über Chlodwig, Karl den Großen und das Mittelalter

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Auch ein Geschichtslehrer, aber nicht mehr im Dienst. Dafür jetzt Heimatforscher mit profunden Kenntnissen: Bernd Fischer aus Buchen-Einbach. Er schaut in unserem Livestream auf jene Zeit, die für Wagenschwend besonders wichtig ist: Die Ersterwähnung des Ortes im Jahr 1326! Und auf den Reformator Martin Luther, auf das, was der auslöste – obwohl er es eigentlich gar nicht auslösen wollte:

Bernd Fischer von der Ersterwähnung Wagenschwends bis zur Reformation

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„Die Zeiten war nie gut, aber jetzt werden sie ganz schrecklich!“, das sagt Heimatforscher Hans Slama aus Mudau, wenn er auf unserem Odenwälder Zeitstrahl auf die Abbildungen schaut, die wir von ihm erklärt haben wollen. Bauernkrieg, 30jähriger Krieg, Hexenverfolgung – die Region schliddert von einer Katastrophe in die nächste.

Hans Slama über die Bauernkriege, den30jährigen Krieg, Hexenverfolgung bis Napoleon

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Den Menschen im Odenwald (und in vielen anderen ländlichen Regionen in dieser Zeit) geht es schlecht. Bettelarm sind sie, und es gibt keine Aussichten auf Besserung. In seiner Not schließt sich so mancher einer Räuberbande an. Räuberbande, das klingt sehr viel romantischer, als es ist. Die Menschen werden aus der Not heraus kriminell. Im Odenwald ist in dieser Zeit die sogenannte Hölzerlipsbande unterwegs. Die Bande versteckt sich nicht nur zeitweise im Felsenhaus im Wald bei Mülben, sie hat auch mindestens einen Bezug zu Wagenschwend. Tobias Kohler ist Stadtarchivar in Buchen und schreibt aktuell seine Doktorarbeit zur Vagantenkriminalität im Odenwald, – das wollten wir näher von ihm wissen:

Tobias Kohler über Vagantenkriminalität im 18./19. Jahrhundert

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Clemens Pornschlegel ist in Wagenschwend aufgewachsen, dann zog es den Literaturwissenschaftler beruflich in die weite Welt, bis auf den amerikanischen Kontinent. Vielleicht interessiert sich Pornschlegel auch deshalb für die Geschichte der Odenwälder Auswanderer, die ihr Glück unter anderem in Nord- und Südamerika suchten. Und vorallem die bittere Armut hinter sich lassen wollten. Viele Odenwälder Familien haben bis heute familiäre Verbindungen nach Nordamerika. Wie es dazu kam, und was die Auswanderer bewogen hat, hat Clemens Pornschlegel uns anhand der entsprechenden Zeichnungen auf unserem Odenwälder Zeitstrahl erzählt:

Prof.Dr. Clemens Pornschlegel über die Odenwälder Auswanderer im 19. Jahrhundert

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Kaum jemand kennt die Geschichte von Wagenschwend besser als Museumsdirektor Gerhard Schäfer. Ob Hausnamen, Ortsgeschichte(n), Geheimnisse und mündliche Überlieferungen – der Schäfer weiß Bescheid, kennt die Details und Hintergründe. Eine Führung unter seiner Leitung durchs Museum – unvergesslich! Und vor diesem Hintergrund lässt er die lokale Geschichte des 20. Jahrhunderts vor unseren Augen lebendig werden: vom Kaiserreich bis zur Mondlandung, vom Entenmörder (der ersten Schmalspurbahn im Odenwald) bis zu den unvollendeten Skizzen unseres Wandgemäldes: keine Atempause, Geschichte wird gemacht!

Museumsdirektor Gerhard Schäfer über Wagenschwend im 20. und 21. Jahrhundert

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Nach Stunden packenden Infotainments, lehrreichen Beiträgen bekannter Heimatforscher und den genialen Übergängen unserer furiosen Moderatorinnen, beendet das MuWa den Internationalen Museumstag 2026 mit einem furiosen Finale und innovativen Beiträgen zum Odenwälder Tourismusmarketing. Wir sehen uns wieder auf dem Winterhauch, live im MuWa oder im nächsten Jahr zum Internationalen Museumstag 2027. Bis dahin feiern Sie mit uns 700 Jahre Wagenschwend, 65 Millionen Jahre Odenwald – und bleiben Sie uns gewogen!

Finale, Fazit und Lara läuft … durch die Glorreichen Siebem

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Die Einspieler im Einzelnen

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Über die 700 Jahrfeier Wagenschwend im Jahr 2026 und Einblicke in die Tiefen der Odenwälder Seele, samt einer Reihe von Odenwälder Absonderlichkeiten – gelesen von Kay Vonderlage.

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MuWa Scientist in Residence, Prof.Dr.Dr. Gregor Lichtenstein über die verdrängte Rolle des Odenwaldes in der modernen Kunstgeschichte anhand von Josef Beuys und Andy Warhol.

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Zwei Wissenschaftler von der Universität Heidelberg waren zu Besuch im MuWa und gingen der Frage nach, was ein Heimatmuseum in der Grenzregion auszeichnet und wie wir mit Heimaten umgehen.

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Thomas ZiebARTh, vielbeachteter Maler aus Heidelberg, ist Kopf und Pinsel hinter unserem inzwischen berühmten Wandgemälde. Hier können Sie ihn persönlich kennenlernen.

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Im zweiten Teil des Interviews von Malin Martin und Dr. Nicholas Beckmann geht es um charakteristische Exponate unseres Museums, die Geschichte(n) dahinter und Storytelling im Museum.

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Über Skandalöses aus Wagenschwend, die schönste Odenwälderin (kommt laut Heinrich Hansjakob natürlich aus Wagenschwend) und die Fotografien von Friedrich Maurer aus längst vergangenen Zeiten.

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Die Geschichte von Hanka, einer polnischen Zwangsarbeiterin, die kurz vor Kriegsende in Wagenschwend ums Leben kam und das skurrile Ende des 2. Weltkrieges in Wagenschwend.

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Lara läuft – eine selbst für Odenwälder Verhältnisse extrem erfolgreiche SocialMediaSerie. Unsere Moderatorin Lara Brauch joggt durch die Glorreichen Sieben, innovative Form des Tourismusmarketings.

Es steht ein Baum im Odenwald

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