Wir wissen nicht, was das alte Regal im Eingangsbereich unseres Wagenschwender Museums schon alles gesehen hat, in den vielleicht über einhundert Jahren seines bisherigen Lebens. Fest steht: Für das hölzerne Möbelstück aus der ehemaligen Wagenschwender Ratsstube gibt es jetzt eine neue Aufgabe: Das Regal ist ab sofort der erste öffentliche Bücherschrank im Bereich der Gemeinde Limbach!
Eingeweiht haben wir das neue Lese-Möbel pünktlich zum Saisonstart am letzten März-Wochenende, und sogar unser Bürgermeister war da!
In das Regal vor der Eingangstür zum Museum Wagenschwend können ausgemusterte Bücher gestellt werden, – gleichzeitig kann man sich zu neuer Lektüre inspirieren lassen. Wer will, kann jederzeit ein Buch bringen oder mitnehmen. Der Bücherschrank fördert auf einfache und unkomplizierte Weise den Tausch von Büchern. So entsteht direkt am Museum Wagenschwend ein weiterer Begegnungsort und eine kleine Bildungsstätte. Der Tausch von Büchern ist zudem ein kleiner Schritt in Richtung Schonung wertvoller Ressourcen.
Die Trägerschaft für den öffentlichen Bücherschrank hat unser Heimat- und Museumsverein Wagenschwend übernommen, Vereinsmitglieder werden den Bücherschrank betreuen und hier regelmäßig nach dem Rechten sehen.
Damit für diese ehrenamtliche Tätigkeit möglichst wenig Arbeit anfällt, gilt es bei der Nutzung des Bücherschrankes einige Regeln zu befolgen:
• Bringen Sie Bücher, die Sie selber gut finden und die ein breites Publikum ansprechen (inkl. Kinder und Jugendliche). Eher nicht geeignet sind: Fachliteratur, Schulbücher, Zeitschriften und Werbematerial.
• Die Bücher sollen in gutem und sauberem Zustand sein.
• Bringen Sie bitte nur Einzelbücher. Der Bücherschrank ist weder Antiquariat noch Entsorgungsstelle.
• Wenn das Regal im Bücherschrank voll ist, nehmen Sie bitte die mitgebrachten Bücher wieder nach Hause.
• Bitte achten Sie auf die vorgegebene Ordnung und versuchen Sie, Ihre Bücher nach bestem Wissen einzuordnen.
• Verboten sind Bücher mit pornografischem, rassistischem oder gewaltverherrlichendem Inhalt.
Mit dem Bücherschrank entsteht in Wagenschwend ein Ort des Austausches, wo alle ihre Lesespuren hinterlassen können und wo man sich ungezwungen auf neue Lektüre einlassen kann. Mit dem Teilen von Büchern leisten Sie zudem einen kleinen Beitrag zur Schonung von Ressourcen. Der Bücherschrank steht allen Menschen offen, unabhängig davon, wo sie wohnen. Vor dem Museum gibt es zahlreiche Parkmöglichkeiten, der Eingangsbereich ist überdacht: so steht dem Stöbern auch bei Regen oder Schnee nichts im Wege!
Der Odenwald von A-Z, Buchstabe für Buchstabe noch echte Hand- und Kopfarbeit, gelesen von wackeren OdenwälderInnen, sowie Freunden und Freundinnen des kleinen HeimatMuseums Wagenschwend, hoch oben im Winterhauch. Zur Vorbereitung auf unseren ersten offenen Sonntag in diesem Jahr sendeten wir täglich auf Facebook, Instagram und Youtube je einen Buchstaben aus dem Odenwald ABC. Die Message: Mal ernst, mal ein bisschen augenzwinkernd, immer lehrreich. Und immer geht’s um den Odenwald!
Vormerken: Das Museum Wagenschwend ist bis Oktober an jedem letzten Sonntag im Monat von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Mit Museums-Café! Darüberhinaus gerne jederzeit nach Vora
Wir hätten hier als Überschrift auch „Bericht von der Mitgliederjahreshauptversammlung 2023“ schreiben können, aber das klingt ja reichlich bürokratisch und nicht wirklich aufregend. Dabei war diese Mitgliederversammlung neulich abend wirklich spannend: denn einmal mehr haben wir selber auch gemerkt, was wir in den vergangenen Monaten alles gestemmt haben hinter und vor den Kulissen im Museum! Wir haben genauso gestaunt wie die vielen anwesenden Vereinsmitglieder. Hier der Bericht:
Das Jahr 2021 war noch stark geprägt von der Corona-Pandemie, sodass nur an wenigen Tagen das Museum geöffnet war. Dennoch waren die Verantwortlichen nicht untätig. Der zertifizierte Wanderweg „Venuspfad“ wurde eingerichtet, und für den Virtuellen Museums-Rundgang auf der Website des Museums wurden Filme produziert.
Das Förderprogramm DSSE wurde auf den Weg gebracht, und mit der Unterstützung durch das europäische Förderprogramm Leader konnte das Digitale Geo-Relief im Erdgeschoß des Museums eingerichtet werden.
Bei der ersten offiziellen Öffnung im Jahr 2022 sammelte das Team des Museums Spenden für die Ukraine, 700 Euro wurden an das Rote Kreuz Mosbach für die Betreuung von Flüchtlingen übergeben.
Das „Objekt des Monats“ wurde eingeführt: monatlich wird ein bedeutendes Exponat mit einer kleinen Geschichte den Besuchern vorgestellt.
Der erste Livestream im Museum hatte 400 Zuschauer! Eine Echtzeitübertragung im Internet, mit verschiedenen Teilnehmern, die in den Räumen des Museums von der Moderatorin Friederike Kroitzsch über aktuelle Odenwald-Themen interviewt wurden.
Zu den Aktivitäten im Internet stellte Gerhard Schäfer fest, dass es inzwischen eigentlich gleich zwei Museen aus Wagenschwend gibt: Das reale Museum in der Wagenschwender Ortsmitte – und das „Digitale Museum“ über der Homepage und in den Social-Media-Kanälen wie Instagram, YouTube und Facebook. Die Social-media-Kanäle erfreuen sich immer größerer Beliebtheit und gewinnen stetig neue Follower. Die Website des Museums mit ihrem großen Informationsangebot rund um den Odenwald wurde allein in den vergangenen zwölf Monaten über 30.000 mal angeklickt.
Für den Film „Hanka“, die Geschichte der Schießerei vom 24.Februar 1945 in Wagenschwend, konnte der Illustrator Marten Matthis Loienburg aus Hamburg beauftragt werden, Zeichnungen anzufertigen, aus denen dann die Museumsmitglieder Lutz Berger und Friederike Kroitzsch ehrenamtlich einen Film produzierten. Ein 10 Minuten-Film in deutscher und inzwischen auch polnischer Sprache, der dem Zuschauer eine Gänsehaut bereitet und bereits rund 2000 mal im Internet angeschaut wurde. Dieser Film wurde als Uraufführung dem Generalkonsul Jan Markiewizc vom polnischen Generalkonsulat vorgeführt, der im November zu einem Besuch im Museum und am Grab von der polnischen Zwangsarbeiterin Hanka Szendzielarz in Wagenschwend war. Der Generalkonsul war tief beeidnruckt von unserem Film und lud das Museumsteam ins Konsulat nach München ein. Außerdem regte er Bürgermeister Weber gegenüber Schulpartnerschaften zwischen Polen und der Gemeinde und dem Landkreis an.
Der Höhepunkt im letzten Jahr war das Museumsfest, das nach zweijähriger Pause wieder stattfinden konnte. Unter dem Motto „Lebendiges Museum“ wurde wieder viel geboten: Brotbacken, Süßmosten, Livemusik, Führungen und Handwerkliches in der Schmiede. Auch Aussteller waren beteiligt, und zur Unterhaltung trat der Chor HuMOR sowie das Odenwälder Alphorn-Ensemble auf.
Beim Sommerferienprogramm der Gemeinde Limbach war man mit dem Thema „Mein eigener Podcast“ beteiligt. Kinder wurden mit Exponaten vertraut gemacht, die sie dann vor laufender Kamera und Mikrofon vorstellten. Aus der Erklärung wurde ein Film gedreht, der dann auf die Homepage des Museums gestellt wurde.
Über eine Fördermaßnahme des Deutschen Archäologen Verbandes konnte ein beleuchteter Mast mit einer Fahne beschafft und vor dem Museum aufgestellt werden. Außerdem wurden über diese Fördermaßahme auch 10 Audioguidesbeschafft, die in deutscher und englischer Sprache zukünftig die Besucher und Besucherinnen durchs Museum führen.
Im laufenden Jahr soll am 21. Mai, dem internationalen Museumstag, wieder ein Livestream veranstaltet werden, außerdem am 24. September das Museumsfest. Im Blickpunkt dieser Veranstaltungen steht das 25-jährige Jubiläum des Vereins und des Museums.
Auch in dem Bericht der Schriftführerin Marliese Schäfer wurden die vergangenen 2 Jahre nochmals beleuchtet und auf die vielen Arbeitseinsätze und Tätigkeiten hingewiesen. Ein guter Kassenbestand konnte vom Kassier Ludwig Schäfer mitgeteilt und dessen gute Kassenführung von den Kassenprüfern Gerald Fichtner und Ulrich Schork bescheinigt werden.
Die Entlastung wurde vom Stellvertretenden Bürgermeister Chris Neumann durchgeführt, der auch die Grüße des Bürgermeisters, Gemeinde und Ortschaftsrat überbrachte. Er war sehr beeindruckt von dem Vereinsgeschehen, besonders von den vielen digitalen Aktivitäten.
Unter dem Punkt Satzungsänderung wurde ein Familien-Mitgliedsbeitrag beschlossen. Zum Abschluss der Versammlung gab es noch ein Rückblick in Bildern und die Vorführung des Films „ Hanka“ der 24.Februar 1945.
Bitte vormerken: Am 26. März starten wir in die Museums-Saison 2023! Dann ist das Museum jeden letzten Sonntag von 14 bis 17 Uhr geöffnet, inklusive Museums-Café!
Wir sind nach vielen Monaten Arbeit ganz im Glück und sehr dankbar! Unser Film über die Ereignisse in Wagenschwend im Februar 1945 ist fertig und veröffentlicht, (Klick!) hier können Sie ihn anschauen, falls Sie ihn noch nicht gesehen haben. Viele, viele Menschen haben ihn via facebook und Youtube schon gesehen, die Rückmeldungen sind großartig!
Und jetzt kommt der zweite Streich: Den Film wollen wir nun ins Polnische übersetzen lassen. 800 Euro haben wir dank vieler Spenden via betterplace zusammenbekommen, und dann hat auch noch die Volksbank Mosbach 500 Euro draufgelegt. DANKE! Wir sind sprachlos und gerührt. Wir hatten natürlich gehofft, dass unser Film gut ankommt, aber dass er so viele so unglaublich begeisterte Rückmeldungen bekommen würde… Danke an Sie alle!
Hoher Besuch im kleinen Wagenschwend! Der Generalkonsul der Republik Polen, Jan M. Malkiewicz, war gestern bei uns zu Gast. Gemeinsam mit Gerhard Schäfer vom Museum und Bürgermeister Torsten Weber von der Gemeinde legte er einen Kranz am Grab der polnischen Zwangsarbeiterin Hanka Szendzielarz nieder, die 1945 bei einer Schießerei in Wagenschwend ums Leben gekommen ist. Und danach gings in Museum, dort zur Premiere unseres Films, den wir über das Schicksal von Hanka gedreht haben. Den präsentieren wir Euch und Ihnen demnächst hochoffiziell!!
Warten auf den Generalkonsul am Friedhof Wagenschwend.
Ein Team der SWR-Landesschau interviewt Generalkonsul Malkiewicz
Kranzniederlegung mit Generalkonsul Malkiewicz, Gerhard Schäfer (Museum Wagenschwend) und Bürgermeister Torsten Weber, Limbach.
Tja, da staunen Sie! Dieser freundliche Herr im Glitzeranzug ist am kommenden Sonntag unser Ehrengast im Museum! Was Elvis Presley mit unserem Museum Wagenschwend zu tun hat? Das erfahren Sie, wenn Sie zwischen 14 und 17 Uhr bei uns vorbeischauen! Die passende Musik gibts natürlich auch dazu.
Und nach dem Rundgang durchs Museum gibts natürlich wieder unsere legendären Kuchen und einen frisch gebrühten Kaffee in unserem Museums-Café! Auf zur letzten Runde! Nach diesem Sonntag geht das Museum erstmal in die Winterpause. Aber auch für die kommenden Wintermonate haben wir uns viel ausgedacht, lauter neue Ideen, die wir dann ab Frühjahr umsetzen wollen!
Wir sind schon heftig am Vorbereiten und Planen und Dienste-Verteilen und Essen kaufen und Getränke bestellen – denn am 25. September feiern wir endlich wieder ein Museumsfest in Wagenschwend! Eine jährliche Tradition seit fast 25 Jahren Jahren, nur unterbrochen durch ein kleines, fieses Virus. In diesem Jahr aber starten wir wieder durch! Und mit dem Museum feiert eigentlich ganz Wagenschwend, die Straße wird abgesperrt, ein riesiges Festzelt aufgebaut, es gibt ab 11 Uhr Programm und natürlich wie immer freien Eintritt ins Museum! Näheres erfahren Sie hier in diesem kleinen Werbefilmchen, das wir mal rasch gebastelt haben, neulich, nach einem langen Besuchertag im Museum:
Wir hatten die „Hütte“ voll mit kleinen Heimatforscherinnen und -forschern! Das Museum hat drei Stunden lang vibriert, so munter waren die unterwegs! . Den Nachmittag für die Kinder hatten wir im Rahmen des Sommerferien-Programms der gemeinde Limbach angeboten. Die Kinder waren glücklich, und wir waren es auch! Schauen Sie mal ins Video rein, da bekommt man gleich gute Laune!
Hinter den Kulissen wird im Museum Wagenschwend gerade sehr intensiv gearbeitet, Sie haben das vielleicht schon hier auf unserer Website neulich gelesen. Nach und nach verraten wir Ihnen auch, um was es da eigentlich geht, so im halbwegs Verborgenen.
Es geht um nicht weniger als ein Film-Projekt, das wir da stemmen, gemeinsam mit großartigen Helfern. Klingt spannend? Sie wollen Näheres erfahren? Dann schauen Sie doch einfach mal rein, wir haben da was für Sie vorbereitet: Ein Making-of, wie das auf Neudeutsch heißt, ein Blick hinter die Kulissen:
Das Museum Wagenschwend macht mit beim diesjährigen Sommerferien-Programm für Kinder! Und nachdem wir ja in jüngster Zeit schwer was „mit Medien“ machen, haben wir uns natürlich auch das entsprechende Programm ausgedacht:
Kinder werden zu Museums-Reportern und -Reporterinnen, die in der Vergangenheit recherchieren! Nach der Recherche zu einzelnen Ausstellungsstücken wird berichtet, vor Kamera und Mikrofon: Was hat es mit dem Exponat auf sich? Was hat man damit gemacht? Wie ist es hergestellt worden? Könnte man es heute noch gebrauchen?
Die Berichte unserer Museums-Reporter und -Reporterinnen zeichnen wir professionell auf, bearbeiten die Aufnahmen und versehen die Exponate dann mit dem entsprechenden Audio/Video über einen QR-Code. Ganz uneigennützig ist das nicht, denn wir planen schon lange, unsere schönsten Stücke mit QR-Codes auszustatten – mit dem Kinderprogramm machen wir jetzt den Anfang! Wer ist dabei? Anmeldungen sind noch möglich, am schnellsten (Klick!) online hier bei der Gemeinde,alle weiteren Infos stehen oben im Foto!
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